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BFS: Unternehmensdemografie: Überlebensraten der zwischen 2003 und 2007 gegründeten Unternehmen

11 Dezember 2009 | von Schweizerische Bundesbehörden

Uhr Lesedauer: 2 Minuten


Pressetitel

BFS: Unternehmensdemografie: Überlebensraten der zwischen 2003 und 2007 gegründeten Unternehmen

Verfasser / Quelle

BFS

Publikation

11.12.2009 | 09:34 Uhr


11.12.2009, Gemäss der Betriebszählung 2008 waren 81 Prozent der im Jahr 2007 gegründeten Unternehmen ein Jahr nach ihrer Gründung noch aktiv. Fünf Jahre nach der Gründung ist die Überlebensrate der 2003 gegründeten Unternehmen auf 50 Prozent gesunken. Die Zahl der überlebenden Unternehmen wird zwar mit den Jahren zunehmend kleiner, doch die weiterhin aktiven Unternehmen schaffen tendenziell neue Stellen und gleichen damit die aus den Unternehmensschliessungen entstandenen Beschäftigungseinbussen teilweise aus.


Der sekundäre Sektor weist eine höhere Überlebensrate der neuen Unternehmen auf als der tertiäre Sektor. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der Statistik 2008 zu den Überlebensraten der neu gegründeten Unternehmen, die vom Bundesamt für Statistik erstellt wird (BFS).

Höhere Überlebensrate im sekundären Sektor

Die Statistik zu den Überlebensraten betrachtet die zwischen 2003 und 2007 neu gegründeten Unternehmen, um zu bestimmen, wie viele von ihnen bei der Betriebszählung 2008 noch aktiv waren. Ein Jahr nach ihrer Gründung waren 81 Prozent der Unternehmen noch aktiv, nach zwei Jahren 70 Prozent, nach drei Jahren 66 Prozent, nach vier Jahren 61 Prozent und nach fünf Jahren 50 Prozent. Im sekundären Sektor haben Unternehmen unabhängig vom Gründungsjahr bessere Überlebensraten als im tertiären Sektor.

Die höchsten Überlebensraten sind generell im Baugewerbe, in der Industrie, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Immobilienwesen und bei den Dienstleistungen für Unternehmen zu finden. Die tiefsten Überlebensraten weisen Unternehmen in den Branchen Handel, Gastgewerbe sowie Verkehr und Nachrichtenübermittlung auf.

Überlebende Unternehmen schaffen neue Stellen

Die Quote des Beschäftigungsrückgangs ist verhältnismässig tiefer als die Quote der Unternehmensschliessungen, weil die überlebenden Unternehmen tendenziell neue Stellen schaffen. Diese vermögen jedoch den Beschäftigungsrückgang infolge der Unternehmensschliessungen nicht vollständig zu kompensieren. Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass bei der Neugründung von Unternehmen mehr Stellen geschaffen werden als die Summe der Stellen der überlebenden Unternehmen. Die Differenz liegt bei 1,2 Prozent für die Kohorte der im Jahr 2007 gegründeten Unternehmen und bei 14 Prozent für die 2003 gegründeten Unternehmen.

In einigen Wirtschaftsbranchen werden die Stelleneinbussen infolge Unternehmensschliessungen durch die neu geschaffenen Stellen der überlebenden Unternehmen kompensiert. Dies ist beispielsweise im Gesundheits- und Sozialwesen der Fall, wo mehr Stellen geschaffen wurden, als durch die Schliessung von Unternehmen der Kohorten 2003 bis 2007 insgesamt verloren gingen.

In anderen Wirtschaftsbranchen wie dem Handel oder dem Gastgewerbe ging die Gesamtbeschäftigung in allen untersuchten Jahren zurück und dies trotz einer Beschäftigungszunahme in den überlebenden Unternehmen.



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Quelle: BFS | Publiziert am 11.12.09 | Aktualisiert um 09:34 Uhr


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