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Comparis.ch AG: Regulierung des Netzzugangs als Chance für den Wettbewerb

13 Februar 2012 | von Comparis.ch AG

Uhr Lesedauer: 2 Minuten


Pressetitel

Comparis.ch AG: Regulierung des Netzzugangs als Chance für den Wettbewerb

Verfasser / Quelle

Comparis.ch AG

Publikation

13.02.2012 | 14:39 Uhr


13.02.2012, In der gestrigen NZZ am Sonntag wurde die Forderung des Preisüberwachers bekannt, dass Mobilfunkanbieter ihr Netz Konkurrenten zur Verfügung stellen sollen. Der InternetVergleichsdienst comparis.ch begrüsst diesen Vorstoss, auch wenn dessen Umsetzung alleine noch nicht zu tieferen Preisen im Mobilfunkmarkt führen dürfte.


Trotz Wettbewerb im Mobilfunkmarkt sind die Preise in der Schweiz massiv höher als im Ausland. Um den Wettbewerb anzukurbeln, schlägt der Schweizer Preisüberwacher, Stefan Meierhans, der zuständigen Bundesrätin Doris Leuthard eine Änderung des Fernmeldegesetzes vor. Der Änderungsvorschlag sieht vor, dass zukünftig die Betreiber von Mo-bilfunknetzen diese auch Konkurrenzfirmen zu regulierten Preisen zur Verfügung stellen müssen. comparis.ch begrüsst diese Forderung. Zwar ist es bereits jetzt möglich, dass unabhängige Firmen das Mobilfunknetz von Swisscom, Sunrise oder Orange nutzen, eine Regelung der Zugangsbedingungen scheint aber nötig, um den Wettbewerb sicher zu stellen. So sind die erfolgreichsten «unabhängigen» Anbieter - M-Budget und Coop Mobile - Angebote von Swisscom resp. Orange, bei denen die Telecomfirmen das Sagen haben. Wirklich unabhängige Anbieter besetzen hingegen nur Nischen.

«Ein Grundproblem des Schweizer Mobilfunkmarktes ist, dass Swisscom beim Zeitpunkt der Liberalisierung bereits 1,7 Millionen Handy-Kunden hatte», sagt Ralf Beyeler, Telecom- Experte von comparis.ch. «Die Konkurrenten haben hingegen ohne Kundenbasis von Grund auf ein Netz aufbauen müssen.» Diesen Rückstand hätten sie in der Folge nie aufholen können, so der Telecom-Experte. Bei Netzwerk-Technologien sei aber der Zugang zum Netz für alle Anbieter entscheidend. Erfahrungen aus Branchen wie dem Gas-, Elektrizitäts- oder Bahnmarkt, aber auch der Festnetztelefonie bestätigen diese Einschätzung. Da ist es zudem üblich, dass Konkurrenten fremde Netze nutzen.

«Erhalten alle Anbieter zu regulierten Preisen Zugang auf die Mobilfunknetze von Swisscom, Orange und Sunrise, sind die Voraussetzungen für einen funktionierenden Wettbewerb geschaffen», erklärt Beyeler. Dass der Wettbewerb dann aber auch spielt, liegt in der Verantwortung der Konsumenten: «Nur wenn die Konsumenten zu günstigeren Anbietern wechseln, werden die Preise der etablierten Mobilfunkbetreiber unter Druck geraten.»

Den Argumenten von Swisscom gegen Meierhans' Vorstoss kann Beyeler wenig abgewinnen: «Investitionen ins Mobilfunknetz wären nach wie vor attraktiv, da Swisscom ja für den Netzzugang entschädigt würde.»


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Quelle: Comparis.ch AG | Publiziert am 13.02.12 | Aktualisiert um 14:39 Uhr


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