EFD: USA haben Amtshilfegesuch in Sachen UBS eingereicht
01 September 2009
| von Schweizerische Bundesbehörden
Lesedauer: 2 Minuten
Pressetitel
EFD: USA haben Amtshilfegesuch in Sachen UBS eingereicht
Verfasser / Quelle
EFD
Publikation
01.09.2009 | 11:23 Uhr
01.09.2009, Gestern Montag ist das Amtshilfegesuch des Internal Revenue Service IRS, das rund 4450
UBS- Konten betrifft, bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung ESTV eingetroffen. Gemäss
Abkommen zwischen der Schweiz und den USA vom 19. August 2009, muss das Gesuch von der
ESTV innerhalb eines Jahres bearbeitet sein.
Die ESTV behandelt das neue Amtshilfegesuch beschleunigt. Die dafür eingesetzte Projektorganisation nimmt ihre Arbeiten auf. Sie setzt sich aus rund 40 verwaltungsintern rekrutierten Juristen bzw. Steuerspezialisten zusammen. Diese besorgen die hoheitlichen Kernaufgaben, insbesondere den Erlass der Schlussverfügungen. Hinzu kommen bis zu 30 Spezialisten eines Wirtschaftsprüfungsunternehmens. Sie stehen unter der Aufsicht der ESTV und klären den jeweiligen Sachverhalt. Die Verfahrensleitung obliegt dem vom Bundesrat am 19. August 2009 ernannten Projektleiter Hans-Jörg Müllhaupt.
Die ESTV muss nun in Erfüllung des Abkommens innerhalb von 90 Tagen in den ersten 500 Fällen eine Schlussverfügung über die Herausgabe der verlangten Informationen erlassen. Für alle übrigen Schlussverfügungen gilt eine Frist von 360 Tagen. Die UBS ihrerseits hat die vom Amtshilfegesuch betroffenen Kontoinformationen bereitzustellen und für die Behandlung durch die ESTV aufzubereiten. Dazu hat sie sich in einer separaten Vereinbarung mit dem IRS verpflichtet.
Die Verfahrensrechte der betroffenen Personen, insbesondere ihr Anspruch auf Akteneinsicht, werden im Amtshilfeverfahren der ESTV gewährleistet. Zu diesen Rechten gehört auch die Möglichkeit, die Schlussverfügungen der ESTV beim Bundesverwaltungsgericht anzufechten. Bevor eine rechtskräftige Schlussverfügung der ESTV vorliegt, werden die Schweizer Behörden keine Kundendaten an die US-Behörden übermitteln. Eine vorzeitige Übermittlung von Kundendaten ist gemäss Schweizer Recht ausdrücklich verboten.
Die Medienmitteilung EFD: USA haben Amtshilfegesuch in Sachen UBS eingereicht wurde auf Computerwelt.ch/news veröffentlicht und redaktionell dem passenden Firmenprofil zugeordnet.
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Quelle: EFD | Publiziert am 01.09.09 | Aktualisiert um 11:23 Uhr
Über Schweizerische Bundesbehörden:
Die Bundesverwaltung stellt zusammen mit dem Bundesrat die Exekutive der Schweizerischen Eidgenossenschaft dar.
Sie umfasst sieben Departemente, die Bundeskanzlei sowie die dezentralisierten Verwaltungseinheiten und untersteht dem Bundesrat. Jedes Mitglied des Bundesrates steht einem Departement vor und trägt für dieses die politische Verantwortung. Die Bundesverwaltung beschäftigt rund 38'000 Personen. Der Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin leitet die Bundeskanzlei.
Die Departemente heissen heute (seit 1979/98) Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), Eidgenössisches Departement des Innern (EDI), Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD), Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), Eidgenössisches Finanzdepartement (EFD), Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), und Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK).