Im Sommer hat die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom eine Studie über Internetkenntnisse und -nutzungsverhalten minderjähriger Jugendliche durchgeführt. Dabei konnten rund zwei Drittel der Befragten zwischen 12 und 15 Jahren bezahlte Werbeschaltungen nicht von gewöhnlichen Google-Suchresultaten unterscheiden. Bei den jüngeren Teilnehmern waren es sogar über 80 Prozent. Dass sich Google über Werbung finanziert, war allerdings rund 46 Prozent bekannt.
Blindes Vertrauen
Google-Ergebnisse erscheinen den Jungen sehr glaubwürdig: Fast 20 Prozent der Teilnehmer würden den Google-Suchresultaten laut der Studie blind vertrauen. Dies gilt auch bei Videos oder Blog-Einträgen von Prominenten, wo bezahlte Produktplatzierung häufig vorkommt. Product Placement ist unter den Jungen anscheinend weitgehend unbekannt.
Ofcom-Direktor James Thinkett betonte, es sei wichtig, im Umgang mit Medien Hilfe zu bieten - auch bei Menschen, die mit dem Internet gross geworden sind. Die Ergebnisse dieser Studie werfen jedenfalls die Frage auf, ob neue Schulungen nötig sind.
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