04.06.2026, Zürich - Die wirtschaftliche Stimmung unter den Schweizer KMU hat sich weiter verschlechtert. Das
zeigt das aktuelle NZZ-KMU-Barometer 2026, das von der Kalaidos Fachhochschule gemeinsam mit
der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) und dem Swiss Economic Forum (SEF) durchgeführt wurde.
Die Studie untersucht die wirtschaftliche Stimmung, die Herausforderungen und die Zukunftsperspektiven der Schweizer KMU. Herausgegeben wird das NZZ-KMU-Barometer von der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ), der Kalaidos Fachhochschule Schweiz und dem Swiss Economic Forum (SEF).
Der Gesamtindex des NZZ-KMU-Barometers fällt auf den tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 2021. Die Ergebnisse zeichnen jedoch kein einseitig negatives Bild. Während geopolitische Unsicherheiten, internationale Handelskonflikte und zunehmende Regulierungen die Erwartungen vieler Unternehmen belasten, zeigen sich die Schweizer KMU im operativen Alltag weiterhin bemerkenswert widerstandsfähig.
Internationale Unsicherheiten belasten die Wirtschaft
Besonders kritisch beurteilen die befragten Unternehmen die aktuellen internationalen Entwicklungen. Geopolitische Spannungen sowie die wirtschaftspolitischen Veränderungen in den USA gehören zu den grössten Sorgen der Schweizer Wirtschaft.
Auch die Währungssituation, die Zuverlässigkeit der Lieferketten und die zunehmende Regulierungsdichte werden von vielen Unternehmen negativ eingeschätzt. Beim Wirtschaften mit dem Ausland erwarten die befragten KMU weitere Verschlechterungen. Vor allem exportorientierte Unternehmen sehen sich mit einem anspruchsvollen Umfeld konfrontiert.
Gleichzeitig zeigt die Studie, dass die Erwartungen vieler Unternehmen in den vergangenen Jahren teilweise zu optimistisch waren. Die tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung verlief häufig weniger positiv als ursprünglich angenommen.
KI wird zum wichtigsten Zukunftsthema
Trotz der eingetrübten Stimmung gibt es auch positive Signale. Besonders auffällig ist die zunehmende Bedeutung von künstlicher Intelligenz und Digitalisierung.
49 Prozent der befragten Unternehmen nennen künstliche Intelligenz als eines der wichtigsten Themen der kommenden drei Jahre. Damit hat sich die Bedeutung von KI gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt.
Auch die Einbindung moderner Technologien wird deutlich positiver beurteilt als viele andere wirtschaftliche Faktoren. Knapp 80 Prozent der Befragten geben an, dass sich die Einbindung moderner Technologien in ihrem Unternehmen verbessert hat. Digitalisierung und technologische Innovation werden von vielen Unternehmen als wichtige Grundlage für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit betrachtet.
Auffällig ist, dass künstliche Intelligenz deutlich häufiger genannt wird als klassische Herausforderungen wie Fachkräftemangel oder Nachhaltigkeit. Viele Unternehmen betrachten KI nicht mehr als Zukunftstechnologie, sondern als konkretes Instrument zur Steigerung von Produktivität, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.
Technologie wird dabei gleichzeitig als Chance und Herausforderung wahrgenommen. Für einen Teil der Unternehmen gehört der technologische Wandel auch zu den grössten strategischen Risiken der kommenden Jahre.
Fachkräftemangel verliert etwas an Bedeutung
Eine interessante Entwicklung zeigt sich beim Thema Personal. Erstmals seit Beginn der Erhebung wird die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften weniger pessimistisch eingeschätzt als in den Vorjahren.
Der Fachkräftemangel bleibt zwar weiterhin ein wichtiges Thema für viele Unternehmen. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren scheint sich die Situation jedoch leicht entspannt zu haben.
Gleichzeitig könnte der zunehmende Einsatz von digitalen Werkzeugen und künstlicher Intelligenz dazu beitragen, bestehende Personalengpässe teilweise abzufedern.
Operativ stark, strategisch weniger anpassungsfähig
Einen besonderen Schwerpunkt legte das NZZ-KMU-Barometer 2026 auf die Krisenfestigkeit der Unternehmen.
55 Prozent der befragten Unternehmen betrachten sich selbst als eher oder sehr resilient. Im operativen Alltag zeigt sich tatsächlich ein robustes Bild: Viele Unternehmen bleiben auch unter Druck handlungsfähig, treffen pragmatische Entscheidungen und suchen bereichsübergreifend nach Lösungen.
Weniger positiv fällt die Beurteilung der strategischen Anpassungsfähigkeit aus. Nur 27 Prozent der Unternehmen trauen sich zu, das eigene Geschäftsmodell innerhalb von sechs Monaten grundlegend anzupassen.
Auch die Abhängigkeit von einzelnen Kunden oder Lieferanten bleibt für zahlreiche Unternehmen ein Risiko. Die Studie zeigt damit, dass viele Schweizer KMU zwar Krisen gut bewältigen können, bei tiefgreifenden strategischen Veränderungen jedoch vor Herausforderungen stehen.
Verlässliche Informationen werden zum Wettbewerbsfaktor
In einem Umfeld zunehmender Unsicherheit gewinnen aktuelle Unternehmensinformationen an Bedeutung. Unternehmen beobachten Geschäftspartner genauer, analysieren Märkte intensiver und suchen nach neuen Chancen. Firmeninformationen, Handelsregisterdaten, Unternehmensnachrichten und Monitoring-Lösungen helfen dabei, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
In der Schweiz greifen Unternehmen dabei zunehmend auf digitale Informationsplattformen zurück. Dazu gehören Firmenverzeichnisse, Handelsregisterdaten, Unternehmensnachrichten und Monitoring-Lösungen, die aktuelle Informationen über Märkte, Unternehmen und wirtschaftliche Entwicklungen bereitstellen.
Zu den Schweizer Informationsplattformen für Unternehmen gehört auch HELP.CH. Das Netzwerk stellt strukturierte Informationen zu Unternehmen, Handelsregistereinträgen, Unternehmensnachrichten und Monitoring- Lösungen bereit.
Die Digitalisierung verändert deshalb nicht nur Produkte und Prozesse, sondern auch die Art und Weise, wie Unternehmen Informationen beschaffen, analysieren und nutzen.
Was bedeutet das für Schweizer KMU?
Das NZZ-KMU-Barometer 2026 zeigt eine Schweizer KMU-Landschaft, die von Unsicherheit geprägt ist. Geopolitische Spannungen, internationale Handelskonflikte, Regulierungen und wirtschaftliche Risiken belasten die Erwartungen vieler Unternehmen.
Gleichzeitig macht die Studie deutlich, dass Schweizer KMU weiterhin über eine hohe operative Widerstandskraft verfügen. Besonders die Bereitschaft, neue Technologien einzusetzen, aus Krisen zu lernen und pragmatische Lösungen zu finden, gehört zu den Stärken vieler Unternehmen.
Die eigentliche Herausforderung der kommenden Jahre liegt jedoch weniger in der Krisenbewältigung als in der Fähigkeit, Geschäftsmodelle rechtzeitig an neue wirtschaftliche, technologische und geopolitische Rahmenbedingungen anzupassen. Unternehmen, die Veränderungen früh erkennen und flexibel darauf reagieren können, dürften die besten Voraussetzungen haben, um auch in einem anspruchsvollen Umfeld erfolgreich zu bleiben.
Weiterführende Informationen für Schweizer Unternehmen
Auf HELP.CH finden Unternehmen aktuelle Firmeninformationen, Handelsregisterdaten, Unternehmensnachrichten sowie Lösungen für die Beobachtung von Unternehmen und Märkten.
Firmenverzeichnis Schweiz:
www.help.ch/firma
Handelsregister-Meldungen und Wirtschaftsinformationen:
www.wirtschaftsregister.ch
Firmenmonitoring und Unternehmensbeobachtung:
www.firmenmonitor.ch
Quelle:
Ergebnisbericht NZZ-KMU-Barometer 2026 der Kalaidos Fachhochschule Schweiz, der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) und des Swiss Economic Forum (SEF). Grundlage der Studie ist eine Befragung von 495 Führungskräften und Unternehmensvertretern in der Schweiz.
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Die HELP Media AG betreibt mit HELP.CH eines der umfangreichsten digitalen Business- und Informationsnetzwerke der Schweiz mit Fokus auf strukturierte Unternehmensdaten, digitale Wirtschaftsinformationen und Informationsplattformen für Medien, Unternehmen und Journalisten.
Mit über 150 Portalen und rund 2’500 Domains bietet das Unternehmen eine skalierbare Plattform zur Distribution von Firmendaten, Medieninhalten sowie digitalen Medien- und Informationsdiensten.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
| HELP Media AG (Firmenporträt) | |
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