In der Schweizer Bundesverwaltung laufen aktuell 116 KI-Projekte. Wie die Bundeskanzlei am 18. September 2026 mitteilte, hat sie gleichzeitig die Umsetzung der KI-Strategie neu priorisiert. Sechs von ursprünglich acht Massnahmen werden weitergeführt und mit einer Roadmap für die Jahre 2026 bis 2028 versehen.
Die Einsatzgebiete der laufenden Projekte reichen von KI-basierten Prognosen der Pollenbelastung über die automatisierte Erkennung von Photovoltaikanlagen auf Luftbildern bis zu einer Schreibhilfe für vertrauliche Texte.
Die von der Bundeskanzlei geführte Projektübersicht soll Transparenz schaffen und den Erfahrungsaustausch zwischen den Verwaltungseinheiten erleichtern. Da die Erfassung der Projekte freiwillig erfolgt, ist die Liste nicht abschliessend. Sie wird gemäss Bundeskanzlei alle drei Monate aktualisiert.
Generative KI für Mitarbeitende des Bundes
Für unterstützende Massnahmen zur Umsetzung der KI-Strategie werden zwei Millionen Franken pro Jahr eingesetzt. Aufgrund der verfügbaren Mittel werden sechs von ursprünglich acht Massnahmen fortgeführt.
Zu den priorisierten Vorhaben gehören unter anderem die bundesweite Erfassung des Potenzials von KI zur Optimierung von Prozessen, die Bereitstellung eines bundesinternen generativen KI-Systems für alle Mitarbeitenden sowie Grundlagendokumente zum rechtlichen Rahmen beim Einsatz von KI-Systemen.
Auf das ursprünglich vorgesehene KI-Handbuch wird verzichtet. Auch der ursprünglich geplante zentrale KI-Marktplatz zum Finden und Wiederverwenden von KI-Lösungen wird nicht wie vorgesehen umgesetzt. Stattdessen soll die bestehende KI-Projektdatenbank so ausgebaut werden, dass Ämter vorhandene Lösungen rascher finden können.
KI verändert auch die Informationswelt von Unternehmen
Die Entwicklung beim Bund macht deutlich, in wie unterschiedlichen Bereichen künstliche Intelligenz heute eingesetzt oder erprobt wird. Ähnliche Veränderungen betreffen auch die digitale Informationswelt von Unternehmen.
Unternehmensinformationen werden heute nicht mehr ausschliesslich über klassische Websites und Suchmaschinen vermittelt. Je nach System verarbeiten auch KI-Suchsysteme, Sprachmodelle und digitale Assistenten Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen über Unternehmen, Dienstleistungen und Produkte.
Für Unternehmen entsteht dadurch eine zusätzliche digitale Schnittstelle.
B2AI – Business to Artificial Intelligence
HELP Media AG bezeichnet diese Schnittstelle als B2AI® – Business to Artificial Intelligence beziehungsweise Business-to-AI.
Während B2B die Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen und B2C die Beziehung zwischen Unternehmen und Konsumenten beschreibt, verwendet HELP Media AG B2AI für die Informations- und Interaktionsbeziehung zwischen Unternehmen und KI-Systemen.
Im Mittelpunkt steht dabei eine zentrale Frage:
Kann ein KI-System ein Unternehmen eindeutig erkennen, seine Informationen korrekt einordnen und sie bei einer passenden Anfrage berücksichtigen?
Dafür können unter anderem eine eindeutige Unternehmensidentität, konsistente Firmendaten, strukturierte Informationen, nachvollziehbare externe Quellen und die technische Zugänglichkeit der Inhalte relevant sein.
Zur klassischen Auffindbarkeit kommt Maschinenverständlichkeit
Die Auffindbarkeit in klassischen Suchmaschinen bleibt für Unternehmen wichtig. Mit KI-basierten Such- und Antwortsystemen kommt jedoch eine zusätzliche Ebene hinzu.
Für Unternehmen kann deshalb relevant werden, dass Angaben zu Firma, Standort, Angeboten und Verantwortlichkeiten eindeutig zugeordnet werden können, über verschiedene Quellen hinweg möglichst konsistent sind und technisch verarbeitet werden können.
HELP Media AG beschäftigt sich über HELP.CH sowie weitere Unternehmens-, Verzeichnis- und Publikationsangebote mit dieser Entwicklung. Unter b2ai.ch bündelt die HELP Media AG Grundlagen, Einordnungen und Praxiswissen zum Themenbereich Business-to-AI und zur Frage, wie Unternehmen ihre digitale Präsenz für eine zunehmend KI-geprägte Informationswelt aufbereiten können.
Die aktuell 116 aufgeführten KI-Projekte des Bundes zeigen, wie breit die möglichen Einsatzgebiete inzwischen sind – von Prognosen über Bilderkennung bis zur Unterstützung bei der Textarbeit.
Weitere Informationen:
Business-to-AI: www.b2ai.ch
Primärquellen:
Schweizerische Bundeskanzlei:
«Bundesverwaltung priorisiert KI-Strategiemassnahmen», 18. September 2026
www.bk.admin.ch/de/newnsb/uj3obgFHSuVW
Bundeskanzlei – Laufende KI-Projekte des Bundes:
www.bk.admin.ch/de/projekte






